Erfolgreiche Besiedlung des neuen Forschungsgebäudes Anna Spiegel II
Mit Ende Oktober 2025 konnte die Besiedelung des neuen Forschungsgebäudes Anna Spiegel II planmäßig abgeschlossen werden – ein weiterer wichtiger Schritt in der baulichen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung des Standorts am Baufeld Süd. Nach rund einem Jahr intensiver Vorbereitungen wurden insgesamt 13 Forschungsgruppen, umfangreiche Geräteinfrastruktur sowie zahlreiche Arbeitsplätze erfolgreich in das neue Gebäude übersiedelt.
Ein komplexer Umzug in mehreren Etappen
Zwischen 6. Oktober und 31. Oktober 2025 wurde das Gebäude etappenweise, mit je einer Ebene pro Woche, bezogen. Insgesamt wurden dabei rund 1.000 Laborgeräte, etwa 110 Arbeitsplätze inklusive IT- und Telefonieausstattung sowie umfangreiche forschungsspezifische Materialien an ihren neuen Standort überstellt.

Bereits im Vorfeld fanden für die künftigen Nutzer*innen umfassende Schulungen statt, sowohl zu den sicherheitsrelevanten Anforderungen als auch zur Haustechnik und den spezifischen Systemen des Gebäudes um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten.
Für die Übersiedlung selbst stand ein eigener Patient*innenaufzug im Roten Bettenhaus zur Verfügung, der für diesen Zweck eigens programmiert und von der Tischlerei zusätzlich ausgekleidet wurde. So konnte der Umzug unabhängig vom Lastenaufzug erfolgen, ohne die reguläre Versorgung des Hauses zu stören.
Der Transportweg selbst führte witterungsgeschützt über den bestehenden Patient*innen-Innenweg, der künftig direkt in das neue Stationsgebäude Süd überleiten wird. Die Koordination der Umzugswege erfolgte in enger Abstimmung mit den benachbarten Projekten, insbesondere dem Stationsgebäude Süd.
Enger Austausch aller Beteiligten als Schlüssel zum Erfolg
Die Übersiedlung der Labore erforderte eine präzise Abstimmung mit den Forschungsgruppen. Eine detaillierte Pack- und Umzugsanleitung definierte die einzelnen Arbeitsschritte – darunter das Verpacken und Auspacken der Geräte, das Ausräumen von Temperaturgeräten wie Kühl- oder Brutschränken sowie die fachgerechte Wiederinbetriebnahme an den neuen Arbeitsplätzen. Die engagierte Mitarbeit der betroffenen Teams war ein zentraler Erfolgsfaktor.
Parallel mussten im Hintergrund zahlreiche IT-Systeme und digitale Prozesse angepasst werden, um den Betrieb im neuen Gebäude nahtlos fortzuführen. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf der sicheren Übersiedlung von Chemikalien und Giften. Hierfür war eine enge Abstimmung mit Arbeitssicherheit, Brandschutz, der Baulogistik sowie der Technischen Direktion notwendig.
Die Koordination all dieser Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Betriebsführung und den beteiligten Unternehmen war eine der organisatorisch anspruchsvollsten Aufgaben des gesamten Projekts und umfasste rund 20 Fachfirmen, eine spezialisierte Spedition sowie ein eigenes IT-Übersiedlungsteam.
Dank der sorgfältigen Vorbereitung, der engen Abstimmung aller Beteiligten sowie der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Forschungsgruppen konnte die Besiedelung innerhalb des geplanten Zeitrahmens abgeschlossen werden. Mit dem erfolgreichen Umzug und Inbetriebnahme des Gebäudes ist ein weiterer zentraler Schritt in der Modernisierung des Forschungsstandorts AKH Wien gelungen.




